Geburtsreise Hannes Matti Finn - 12.01.2020

... eine lange Geburtsreise , sehr emotional und trotzdem wunderschön!

 

Mental begann die Geburt bereits am Dienstag den 07.01.2020 bei ET + 9 stellte sich so langsam die Frage einleiten Oder nicht?! Da war es doch mein größter Wunsch, ja meine absoluter Überzeugung es geht dieses Mal von alleine los. Ich war sauer auf mich selbst das Urvertrauen nicht mehr zu spüren das die Geburt die nächsten Tage von alleine startet. Also vertraute ich auf das Gefühl einen kleinen Anstupser zu brauchen und wir entschieden uns für eine ich nennen es mal sanfte Einleitung bei ET + 10.

Vaginal wurden mir also Stäbchen gesetzt die vorerst mechanisch den Muttermund öffnen sollten. Die große Hoffnung dahinter, eigene Prostaglandine werden ausgeschüttet und die Geburt kommt von alleine in Gang. Wellen stellten sich so langsam ein und über die nächsten zwei Tage wurden diese regelmäßiger und intensiver. Das setzen der Stäbchen erfolgte Ambulant und ich durfte die zwei Tage zuhause bei meinen Lieben verbringen

Bei ET + 12 waren die Wellen alle 10-15 Minuten, Muttermund bei 2 cm. Mit einer Geburtsauslösenden Akupunktur versuchten wir diese weiter zu intensivere das klappte jedoch nur geringfügig. Also hieß es abends das nun mit einem Oxytocin Tropf eingeleitet wird. Wie geplant begab ich mich direkt in die Hypnose um auf die eventuell stärker wirkenden Wellen gut vorbereitet zu sein. Und das war ich! Ich befand mich mehrere Stunden in Hypnose, konnte die Wellen super veratmen. Die Hebammen gingen sehr gut auf meine Wünsche ein, ich hatte viel Privatsphäre und konnte mich frei bewegen. Gegen früh morgens begaben wir uns in die Entspannungswanne, das war einfach nur schön. Die Wellen wurden leider nicht intensiver/wirkungsvoller und ich hatte das Bedürfniss nach mehreren Stunden aus der Hypnose zu gehen. Der nächste Oxytocintropf war wesentlich höher dosiert, bewusst gewählt weil so langsam mehr passieren musste und die aktuellen Wellen nicht wirkungsvoll genug waren. Es brachte den gewünschten Effekt der Muttermund öffnete sich jedoch waren die Wellen für mich doch sehr überrollend und ich war froh über meinen vorab festgelegten Plan B. Die PDA war für mich die absolut richtige Wahl in diesem Moment. In die Hypnose habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gefunden. Jedoch habe ich die Audio Hypnose von Kristin durchgehend auf Kopfhörern gehört und sie war wie eine Art Mantra und nicht weg zu denken. Dieser Glücksmoment beim Befund Muttermund ganz offen war für mich bereits unbeschreiblich und in diesem Momente Platze auch die Fruchtblase. Die Hebammen waren wirklich umwerfend und unterstützen mich während den Wellen, ließen mich immer wieder sein Köpfchen ertasten. Er wurde aufs Kreisbett geboren und sie ließen mir die Zeit mich kurz zu sammeln und ihn alleine zu mir zunehmen um ihn willkommen zu heißen! Es war magisch! Die Geburt war für mich und meinen Partner ein wahres Wunder, trotz Einleitung, 5 Schichtwechseln, dem kurzzeitigen Kaiserschnitt der im Raum stand, der Geburt im Liegen und Plan B war die Geburt unseres Sohnes vollkommen selbstbestimmt und wunderschön. Und obwohl ich nicht durchgehend in Hypnose bleiben konnte und die Geburt für mich nicht schmerzfrei war hat es mir unheimlich geholfen mich so positiv auf die Geburt vorbereitet zu haben. Mein Mann hat mich unfassbar toll unterstützt, er war vollkommen in seiner Rolle, seine Ankersetzungen waren einfach nur erfüllend mit Liebe und diese sehr intensive Geburt hat uns nochmal mehr miteinander verbunden. Ich möchte damit jeder Mama die Angst nehmen wenn die Geburt nicht genauso läuft wie gewünscht heißt das nicht das sie nicht wunderschön wird!